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Geschichte Myanmars ArtikelMyanmar hieĂ frĂŒher Birma bzw. englisch Burma.
Buch-Tipp: Birma (Myanmar). Polyglott Apa Guide Klasse! Ăbersichtlich und aktuell Ich bin in dem Herbst 2001 3 Wochen durch Myanmar gereist und kann den Apa Guide ca. empfehlen! Er ist ĂŒbersichtlich nach Landesteilen gegliedert und Ăst eine gelungene KombinatĂon aus aktuellen Informationen (sogar die Telefonnummern sind korrekt, was ja eher eine Seltenheit ist), Hintergrundberichten und EinfĂŒhrung... |
- 5./6. Jahrhundert: Der Buddhismus gelangt in den Formen des Hinayana, des Mahayana und des Tantrayana nach Birma.
- 1044-1077: König Anawratha grĂŒndet nach der Unterwerfung des Mon-Königs Thaton (1058) und der Eroberung des Irrawaddy-Deltas das erste birmanische Reich (Reich von Pagan ). Unter den verschiedenen buddhistischen Strömungen setzt sich der Theravada durch. HochblĂŒte der buddhistischen Kultur.
- 1273: König Narathihapate (1254-1286) verweigert Tribut-Zahlungen an das von den Mongolen beherrschte China und lĂ€sst eine Gesandtschaft des Mongolenherrschers Kublai Khan (* 1215, â 1294) hinrichten.
- 1277-1287: Vier chinesische Strafexpeditionen fallen in Birma ein und zerstören das Reich von Pagan.
- 14. Jahrhundert: Entfaltung des sĂŒdbirmanischen Reichs der Mon mit der Hauptstadt Pegu . Erneute BlĂŒte des Buddhismus.
- 1824-1826: Erster Britisch-Birmanischer Krieg. Birma muss Assam, Manipur, Arakan und Tenasserim an die Briten abtreten.
- 1852: In dem Zweiten Britisch-Birmanischen Krieg muss Birma seine KĂŒstengebiete an GroĂbritannien abtreten.
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- 1885: Nach drei Kriegen (1824-1826, 1852 und 1885) wird Birma vollstĂ€ndig von GroĂbritannien unterworfen.
- 1886 (1.1.): Birma wird Teil von Britisch-Indien. Dem massiven Widerstand der Birmanen begegnet die Kolonialverwaltung mit massiven VernichtungszĂŒgen und der Ausrottung ganzer Dörfer und StĂ€dte.
- 1937 (1.4.): Die Studentenbewegung der Thakin unter FĂŒhrung von Aung San verzeichnet erste Erfolge der Birmanen in dem Kampf gegen die britische Kolonialherrschaft. Birma wird aus dem indischen Staatsverband (Britisch-Indien) herausgelöst und erhĂ€lt als eigenstĂ€ndige Kronkolonie innere Autonomie.
- 1942 (16.1.): Zweiter Weltkrieg: Japanische Offensive zur Eroberung Birmas.
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- 1943 (1.8.): Das japanisch besetzte Birma erklĂ€rt seine UnabhĂ€ngigkeit (Regierungschef: Ba Maw ) und erklĂ€rt den Vereinigte Staaten Amerika und GroĂbritannien den Krieg.
- 1945 (MĂ€rz): Die birmanische Befreiungsarmee unter General Aung San verbĂŒndet sich mit den Alliierten gegen die japanische Besatzungsmacht. Nach Kriegsende RĂŒckeroberung Birmas durch die Briten.
- 1946 (26.9.): Aung San wird MinisterprÀsident
- 1947 (19.7.): Aung San fĂ€llt einem Attentat zu dem Opfer. U Nu (* 1907, â 1995) wird dessen Nachfolger (bis 1956).
- 1948 (4.1.): Birma wird in die UnabhĂ€ngigkeit entlassen. Sao Shwe Thaik (â 1962) wird erster PrĂ€sident der Birmanischen Union.
- 1948-1949: Separatistische Bestrebungen ethnischer Minderheiten (vor allem der christlichen Karen) und AufstÀnde kommunistischer Gruppen erschweren eine Stabilisierung des Landes.
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- 1952 (August): U Nu entwirft PlĂ€ne fĂŒr einen Wohlfahrtsstaat nach buddhistischem und sozialistischem Vorbild. Das Projekt scheitert in den folgenden Jahren an inneren Schwierigkeiten.
- 1954-1956: Sechstes buddhistisches Konzil der Theravada-Tradition in Rangun.
- 1958 (28.10): U Nu ĂŒbergibt das Amt des MinisterprĂ€sidenten an General U Ne Win (* 24.5.1911, â 5.12.2002).
- 1960 (4.4.): U Nu wird erneut MinisterprÀsident.
- 1961: Der Birmane Sithu U Thant wird GeneralsekretÀr der Vereinten Nationen (bis 1971).
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- 1962 (2.3.): Nachdem anhaltende separatistische Bestrebungen der Shan die staatliche Einheit gefĂ€hrden, unternimmt General Ne Win einen Staatsstreich. Ein Revolutionsrat unter seiner FĂŒhrung ĂŒbernimmt die Regierung. Ne Win umreiĂt in einer Deklaration den »birmanischen Weg zu dem Sozialismus« (soziale Gerechtigkeit, Gleichheit aller Volksgruppen, Kampf gegen Verwestlichung, Schaffung von Genossenschaften). Als Vorsitzender des Revolutionsrates amtiert Ne Win gleichzeitig als StaatsprĂ€sident (bis 1981).
- 1963 (15.2.): Der Revolutionsrat beschlieĂt die Verstaatlichung des GroĂ- und Einzelhandels, der Banken und der Industrie.
- 1967 (Juni): Der Versuch der chinesischen Botschaft in Rangun, die maoistische Kulturrevolution auch auf Birma auszudehnen, fĂŒhrt zu einem ernsthaften Konflikt mit der Volksrepublik China und zu Ausschreitungen gegen die in Birma ansĂ€ssigen Chinesen.
- 1971 (15.12.): Von seinem thailĂ€ndischen Exil ruft der frĂŒhere MinisterprĂ€sident U Nu zu dem bewaffneten Widerstand gegen das MilitĂ€rregime von Ne Win auf.
- 1981 (9.11.): U San Yu (* 1919, â 28.1.1996) löst General Ne Win als StaatsprĂ€sident ab.
Buch-Tipp: Das Herzenhören. 5 Sterne sind eindeutig zu wenig Das ist das wundervollste Buch, welches ich je in meinem Leben gelesen habe.
Die Geschichte von Tin Win und Mi Mi berĂŒhrt das Herz und rĂŒhrt zu TrĂ€nen.
Zwischendurch habe ich öfters die Augen geschlossen, und versucht, zu "sehen".
Ich habe es gestern Abend fertig gelesen und konnte lange nicht einschlafen. ... |
Rebellion und MilitÀrregime |
- 1987 (5.9.): Die Regierung gibt die sofortige Entwertung der 25-, 35- und 75 Kyat-Banknoten bekannt. Ein Umtausch oder anderweitige Kompensation ist nicht vorgesehen. Auf einen Schlag werden 60 bis 80 % des in dem Umlauf befindlichen Gelds wertlos, fast alle Ersparnisse sind verloren. Ăberall in dem Land gehen die Menschen protestierend auf die StraĂen. In den UniversitĂ€ten erheben sich die Studenten zu gewaltsamen Demonstrationen und wiegeln die Bevölkerung auf. Die Regierung schlieĂt kurzfristig die UniversitĂ€ten und verhĂ€ngt schlieĂlich das Kriegsrecht.
- 1988 (Juli): Nach sich ausweitenden Unruhen verliert General Ne Win seine Machtbasis; auch StaatsprĂ€sident U San Yu tritt zurĂŒck. Neuer Staatschef wird U Sein Lwin (27.7.), der sich jedoch ca. drei Wochen halten kann. Ihm folgt am 19.8. â wiederum fĂŒr ca. einen Monat â U Maung Maung Kha (* 1925, â 30.4.1995) in dem Amt nach.
- 1988 (18.9.): General Saw Maung (*1928, â 24.7.1997) putscht sich an die Macht und entmachtet StaatsprĂ€sident U Maung Maung Kha. Am 21.9. ĂŒbernimmt er auch das Amt des MinisterprĂ€sidenten. Das neue MilitĂ€rregime etabliert sich als "Staatsrat fĂŒr die Wiederherstellung von Recht und Ordnung" SLORC (State Law and Order Restoration Council), verbietet u.a. jegliche Versammlungen von mehr als vier Personen und geht auf brutale Weise gegen Zuwiderhandlungen vor. Trotzdem grĂŒndet Aung San Suu Kyi, die Tochter des 1947 ermordeten Generals Aung San, eine Woche spĂ€ter die Nationale Liga fĂŒr Demokratie (NLD), deren FĂŒhrung sie Anfang 1989 ĂŒbernimmt.
- 1989 (26.5.): Birma wird in Myanmar und die Hauptstadt Rangun in Yangon umbenannt.
- 1990 (27.5.): In ersten freien Wahlen erlangt die oppositionelle NLD einen ĂŒberwĂ€ltigenden Sieg. Die MilitĂ€rs verweigern jedoch die Anerkennung des Wahlergebnisses, bleiben in dem Amt und verstĂ€rken die Repression.
- 1991 (14.10.): Die Regimegegnerin Aung San Suu Kyi erhÀlt den Friedensnobelpreis.
- 1992 (23.4.): General Than Shwe wird neuer Staats- und Regierungschef.
- 1995 (10.7.): Der seit 1989 bestehende Hausarrest fĂŒr Aung San Suu Kyi wird aufgehoben.
- 1996 (Mai): Das MilitĂ€rregime lĂ€sst ĂŒber 500 FunktionĂ€re, Politiker und AnhĂ€nger der NLD verhaften.
- 1997 (13.2.): Die MilitĂ€rs erobern das Hauptquartier der aufstĂ€ndischen »Karen National Union«, die seit 1948 in dem Grenzgebiet zu Thailand fĂŒr einen eigenen Staat kĂ€mpft.
- 1997 (23.7.): Myanmar wird Mitglied der »Association of Southeast Asian Nations« (ASEAN).
- 1997 (15.11.): 'Um die Entstehung eines geregelten demokratischen Systems zu gewĂ€hrleisten und einen friedfertigen modernen Staat zu errichten' wird der Staatsrat fĂŒr die Wiederherstellung von Recht und Ordnung SLORC aufgelöst. Das Regime bezeichnet sich von nun an SPDC (State Peace and Development Council).
- 2000 (Juli): Nach dreijĂ€hriger SchlieĂung erlaubt die MilitĂ€rregierung die Wiedereröffnung von 30 UniversitĂ€ten und Hochschulen.
- 2 Tausend (August): Die vor fĂŒnf Jahren gelockerte Bewegungsfreiheit von Aung San Suu Kyi wird erneut eingeschrĂ€nkt.
- 2003 (31.5.): Nach einer blutigen Auseinandersetzung zwischen AnhÀngern der NLD und regierungsnahen SchlÀgertrupps nahe dem Ort Depayin (Sagaing Division) wird Aung San Suu Kyi 'zu ihrem eigenen Schutz' verhaftet.
- 2003 (25.8.): Der bisherige Erste SekretÀr des SPDC, General Khin Nyunt, wird Regierungschef.
- 2004 (17.5.): Die nach der Suspendierung am 31. MĂ€rz 1996 erneut einberufene Nationale Versammlung, bestehend aus vom Regime handverlesenen Mitgliedern, soll eine neue Verfassung ausarbeiten.
Weder das Staatsoberhaupt noch der Premierminister nehmen an der Eröffnungsveranstaltung teil.
- 2004 (9.7.): Nach ca. knapp zwei Monaten wird die Nationale Versammlung erneut ausgesetzt.
- 2004 (18.9.): Am Jahrestag der MachtĂŒbernahme werden bei der 15. Kabinettsumbildung in 16 Jahren MilitĂ€rregime der seit 1997 amtierende AuĂenminister U Win Aung (* 28.2.1944 in Dawei) und sein Stellvertreter Khin Maung Win ihrer Posten enthoben. Neuer AuĂenminister wird Generalmajor Nyan Win, Stellvertreter ist nun Oberst Maung Myint.
Nach Meinung von Analysten bedeutet dies eine Machtverschiebung zugunsten der Hardliner um Than Shwe und seinen Stellvertreter in dem State Peace and Development Council, General Maung Aye (* 25.12.1937 in Kon Balu), gegenĂŒber den gemĂ€Ăigten KrĂ€ften um Premierminister Khin Nyunt. "Than Shwe macht die Schotten gegenĂŒber der AuĂenwelt dicht."
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